19.05.2008

Rasen wird in der Schweiz künftig noch gefährlicher

Schweiz Verkehr Sicherheit Leuenberger Bekanntlich geht es in der Schweiz, was Strafen und Verkehrssicherheit betrifft, ohnehin ein wenig strenger zu als in den umliegenden Nachtbarländern. Noch nicht genug, meint Bundesrat Leuenberger, und prescht mit neuen Vorschlägen vor. Richtig interessant waren allerdings jene Überlegungen, die bislang nicht an die Öffentlichkeit gelangten...

Sicherheitsprogramm "Via sicura"

Wie unter anderem der BLICK berichtete startet Verkehrsminister Leuenberger einen neuen Anlauf für mehr Verkehrssicherheit. Es setze dabei auf law-and-order Konzepte und erneuerte seine Forderung Verkehrssünderautos gleich zu vershreddern (was ja auch prima fürs Klima wäre).

Was nicht an die Öffentlichkeit gelangte

Glücklicherweise wurde uns ein Papier zugespielt, das offensichtlich im mutmaßlichen Büro Leuenberger den Weg in den Papierkorb fand und nicht genauso geshreddert wurde wie die Ideen des Bundesrats. Darin enthalten weitere Pläne, die man aber anscheinend nicht mehrheitsfähig genug erachtete um damit in die Medien zu gehen. So sollte angeblich auf Raser & Verkehrssünder darüber hinaus noch Folgendes zukommen:

  • Automatischer Schießbefehl für die Schweizer Luftwaffe sobald regelmäßige Luftpatrouillen schwere Verkehrsverstöße erkennen, wie z.B. schiefes Einparken am Pendlerparkplatz.
  • Verkehrskontrolle nach helvetischer Tradition und Wilhelm Tell Verfahren. Mit Armbrust. Ohne Apfel.
  • Verkehrssünder sollten an Ort und Stelle enthäutet werden, um somit gleichzeitig auch die Cervelatkrise in den Griff zu bekommen.
  • Erziehungscamps für Verkehrssünder am Matterhorn. Unbekleidet und im Freien.

Auto brennend Strafzettel Verkehrskontrolle

Schweizer Polizei beim Ausstellen des Neuen Pyrotechnischen Strafzettels nach Geschwindigkeitsüberschreitung von 1,7 km/h im Ortsgebiet nahe Bern.
(Bild : Francois Schnell / Flickr / CC-BY)

Fazit

Gerade Gäste und Touristen aus dem Ausland sollten sich bewusst werden, dass die Schweiz künftig das Gegenstück zu Ankara werden wird, zumindest verkehrssicherheitstechnisch. Es empfiehlt sich fortan nur mehr mit ausreichend gepanzertem KfZ einzureisen, um zumindest die neuen Verkehrssicherheits-Selbstschußanlagen solange zu überleben, um auf der nächsten Polizeistation dann noch seinen Wagen abgeben zu können.

 

Weitere Artikel zur Schweiz:

Stürzt Cervelat-Krise die Welt in den Abgrund?

(Titelbild: robwest / flickr / cc-by)

19 Lesermeinungen:

Chris hat gesagt…

Lasst uns Autos verschrotten :D
Vor allem die Grillgeschichte wär nicht schlecht. Ich mag Cervelats ;-)

Und ich hab nur Vortile *malnuranmichdenk*: Ich fahr nur öV :D

Rick hat gesagt…

Nun freu Dich mal nicht zu bald, lieber Chris. Wer weiß was einem Minister noch einfällt der so entschlossen ist wie Herr Leuenberger?
Vielleicht läßt er künftig auch alle Züge samt Insassen vershreddern die zu lange in der Kurzparkzone eines Bahnhofs standen?

antoine hat gesagt…

Wenn sich die Toten nach dem High Noon häufen, dann steckt selbst der grösste Revolverheld, seine Waffe in den Halfter.
In unserem Dorf sind Kinder durch Raser zu Tode gekommen. Im Nachbardorf wurden zwei Schulkinder von einem rasenden Kosovaren in den Tod befördert. In meinem unmittelbaren Umfeld, wurden mehrere Menschen von Raser aus dem Leben in den Tod befördert.
Darum, lieber Revolverblatt Held, der High Noon auf der Strasse ist vorüber die Ankunft des leuenbergrischen Totengräbers ist legitim.
http://www.news.ch/Jugendlicher+Raser+muss+ins+Erziehungsheim/246863/detail.htm

Olivia hat gesagt…

Also die Tell-Methode fände ich ganz grossartig zum miterleben :-)

Rick hat gesagt…

Dass einen die sinnlose Raserei rasend machen kann, Antoine, steht völlig außer Diskussion. Ich addiere notorische Kurvenschneider, Sicherheitsabstandnichtanhalter, Sperrlinienignoranten, Alko- & Drogenlenker etc etc. Ob Herr Leuenberger (auch in der medialen Vermarktung seiner Idee) am richtigen Weg ist muss jetzt wieder jeder für sich...

Rick hat gesagt…

Ja, Olivia, würde sicherlich auch den Fremdenverkehr beleben. Da ist quasi dann für jeden etwas dabei, auch für die Einheimischen wenn es einen durchreisenden Rowdie trifft...

dan hat gesagt…

In Zeiten des Umweltwandels, sollten ganz einfach Autos verboten werden die schneller als 30km/h fahren.
Jedem Auto- und Beifahrer sollte ein Chip eingepflanzt werden, der einen elektrischen Stromstoss abgibt, wenn zu schnell gefahren wird. Je schneller desto heftiger der Stromschlag, oder so

Rick hat gesagt…

Hervorragend, lieber Dan, ich schätze Du wirst bald einen sehr freundlichen Anruf aus dem Büro Leuenberger erhalten, samt einem attraktiven Angebot zur Mitarbeit.

Was wurden die Urururgrünen noch belächelt als Sie behaupteten jede Maschine die schneller fahre als ein Pferd läuft sei tödlich. Sie sollten Recht behalten. Ceterum censeo dass wir Tempo 10 auf Autobahnen für den Insektenschutz brauchen.

antoine hat gesagt…

@Rick Ich denke eher das die Autobahnen rückgebaut werden müssen, den die Insekten brauchen auch einen Lebensraum.
Das der Moritz Laffenberger dem Dan anruft glauber ich weniger, der bastelt zur Zeit an seinem nächsten Leben als Mitterrand-Verschnitt

Rick hat gesagt…

Bei jeder Cuvée, Antoine, bleibt immer die Hoffnung dass das Ergebnis weniger rass sein wird als das was man hineingeschüttet hat...

bee hat gesagt…

Rick, was du unterschlagen hast in Deiner Meldung: Auch die Gebühren für Verkehrssünder sollen drastisch angehoben werden. So soll jetzt zu schnelles Fahren innerhalb geschlossener Ortschaften der Schweiz pro übertretenem KM 1o.ooo CHF koschten.
Damit sparen sich die Deutschen die Weiterfahrt zur nächsten Stiftung und das Geld wird sofort gemeinnützig verwendet. Positiver Nebeneffekt: Die Schweizer Strafgebühren fallen nicht als Steuerhinterziehung in Deutschland an. Ein Beitrag zur Resozialisierung unnützen Geldes.

Rick hat gesagt…

Eine interessante Idee, lieber Bee. Zumindest wenn das Inkasso gleich eine Schweizer Bank übernimmt, könnte das ein für alle Seiten interessantes Steuersparmodell sein. Und der Rowdiekunde kann dann wählen, je nachdem er in der UBS Allee oder zB in der Credit Suisse ins Radar fährt...

Herschel hat gesagt…

naja, politiker die übers ziel hinaus schießen. das ist doch alltäglich.

aber eine cervelat-krise? gott steh uns bei, das ist der anfang vom ende :o

Rick hat gesagt…

Stell Dir, guter Herschel, eine Welt plötzlich ohne Herrenschokolade vor. Potenziere das Lebensungefühl mit 10. Dann kannst Du Dir sicher vorstellen welch Zustände in der Schweiz herrschen werden, wenn die letzte brasilianische Cervelathaut gefüllt wurde. Unruhen in Tibet verkommen dagegen zu einer feierlichen Folkloreveranstaltung...

Goggi hat gesagt…

übrigens: Für die Cervelat-Kriese will man künftig die Verwendung ungebrauchter Fussballer erwägen. Da sie als Würste bereits eingehend Erfahrungen gesammelt haben, liegt die Kompostierung und wiederaufbereitung zu Wursthäuten durch aus im Bereich des Denkbaren. Noch ungelöst ist das Problem, der Flachdrückens der Häute. Hier kämen Österreichisch-Schweizerische Fussballer infrage, und zwar alle AKTIVEN, weil diese an der bevorstehenden EM flach raus kommen dürften.
So könnten unnötige Verkehrsunfälle (eleganter Bogen zum Thema, gell) vermieden werden.

Rick hat gesagt…

Von Fleisch kommst Du, zu Fleisch wirst Du. Das halte ich für eine gute Idee, Goggi, die auf beiden Seiten des Bodensees viele Freunde gewinnen wird.
Paradoxerweise wurde in den 1930ern der Begriff des Brieskickers geprägt, als Österreich ein Wunderteam hatte (und noch keine Holzerbrigade über die man sich nur noch wundert). Wobei das Bries für ein damals begehrtes Stück Fleisch stand, als Prädikat für besonders edlen Kick.
Heute sind sie alle nur mehr gerade gut genug für die Wurst, aber nicht wenn es um die Wurst geht...

kopfchaos hat gesagt…

..... wie sang weiland EAV, werter Rick.....?
"..... um die wurscht da geht es nur am würschtlstand - um die wurscht und ned um des ozonloch....."
*grin*

Rick hat gesagt…

Wobei, wertes Kopfchaos, die EAV Leute heute bereits auch aussehen wie Cervelats die man zu lange hat liegen lassen. Jahrelange Maske und ein intensiver Lebensstil hinterlassen halt ihre Spuren...

Anwalt hat gesagt…

Ich finde die wertvolle Informationen zur Verfügung gestellt von you.Your Blog-Titel ist wirklich schön, dass das Gras in der Schweiz wird noch mehr dangerous.I schätzen die Fähigkeiten Ihres Blogs schreiben und die Time-Sharing mit us.Keep sie.