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25.01.2009

Asashoryu gewinnt Hatsu Basho vor Hakuho | Sumo 2009

sumo Das Jänner Turnier (Hatsu Basho) im neuen Sumo Jahr 2009 war spannend wie schon lange nicht mehr. Es kam zu einem Königssprint zwischen den beiden Yokozunas, wobei Asashoryu im Stichkampf sein 23tes Basho holte...

Königsduell zwischen Asashoryu und Hakuho

Mit einem Sieg von Asashoryu war nicht wirklich zu rechnen, gab er sich doch in der Vorbereitung redlich Mühe, einen ähnlich psychodelischen Weg zwischen Genie & Wahnsinn zu beschreiten, wie man das im Snooker bei Ronnie O'Sullivan kennt und liebt.

Dennoch, am letzte Tag stand Asashoryu bei 14-0 und Hakuho bei 13-1. Da am senshuraku Hakuho das Yokozuna Duell gewann, musste ein Entscheidungskampf her. Den dann doch überraschend Asashoryu für sich entscheiden konnte.

Sonderpreise beim Hatsu Basho 2009

Der Gin-sho für außergewöhnliche technische Leistungen wurde an Goeido verliehen (hoffentlich gibt er ihn für das nächste Basho wieder zurück), der Kanto-sho für außergewöhnlichen Kampfgeist ging an Homasho. Der Edu-sho, Preis für außergewöhnlich mutiges Kaffee Trinken, wurde abermals nicht verliehen.

Morddrohungen gegen Asashoryu

Während des Turniers sind auch Morddrohungen gegen Asashoryu eingegangen, aufgrund des Turniersiegs von Asa muss man davon ausgehen, dass es bislang nicht gelungen ist, sie in die Tat umzusetzen.

Harumafuji, Fehlstarts, Ozekis & Yamamotoyama

Harumafuji (vormals Ama) gelang mit 0-4 der schlechteste Start eines neu gekrönten Ozeki in der Geschichte. Chiyotaikai, Jopi Heesters unter den Ozeki und bisheriger Rekordhalter, wurde mit den scherzhaften Worten zitiert :

"Ich bin wirklich angefressen diesen Rekord verloren zu haben. Wenigstens irgendwo möchte man schließlich der Beste sein."

Kotomitsuki wird beim nächsten Mal kadoban sein, Kaio schaffte ebenso kachi koshi wie Harumafuji nach seinem lausigen Start. Am Ende der Rangliste gelang auch dem fragilen 245kg-Zartling Yamamotoyama bei seinem ersten Antreten in der obersten Spielklasse ein 8-7. Nachdem Asashoryu nun anscheinend wieder zurück ist, darf man sich auf die nächsten Turniere freuen...

Mehr Sumo bei UNTERNEUNTUPFING Aktuell :

( Bilder : w00kie)

21.01.2009

Ekaterina Rubleva im Video | Eiskunstlaufen Oben Ohne

eiskunstlaufen Eiskunstlaufen oder Eistanz ist ja sonst eher eine Sportart die dafür gemacht wurde, dass Oma oder Opa am Sonntag nachmittag friedvoll vor dem Fernseher dahin dämmern kann. Die russische Eiskunstläuferin Ekaterina Rubleva entschloss sich nun für eine etwas spannendere Choreografie...

Ekaterina Rubleva bei der Eiskunstlauf-EM

In Helsinki finden dieser Tage die Europameisterschaften im Eiskunstlauf statt. Mit dabei auch Ekaterina Rubleva aus Russland, gemeinsam mit ihrem Partner Ivan Shefer. Ihre Vorführung im Pflichtprogramm war durchaus geeignet, den schönen Sport auch jüngeren Menschen und vor allem Männern wieder näher zu bringen.

Träger reißen, es siegt die Schwerkraft

So wollte es ihre Choreografie, dass während des Laufes ein Träger am Kleid riss, und somit Details aus dem sportlichen Schaffen von Ekaterina Rubleva enthüllten, mit denen sich die Wertungsrichter anschließend ein wenig schwer taten...

Weitere interessante Dinge aus Sport & Kultur :

( Bilder : cliff1066)

19.01.2009

Masters : Ronnie O'Sullivan gewinnt gegen Mark Selby 10-8 | Finale 2009

ronnie_osullivanDie Gebete des Veranstalters und der TV Sender wurden erhört : das fragile Genie Ronnie O'Sullivan hielt beim Snooker Masters bis zum Finale durch, wodurch Quoten und Zuschauer Interesse hoch blieben. Und am Ende gewann er sogar ...

Mark Selby unterliegt Ronnie O'Sullivan

In einem ausgeglichenen Finale zwischen Mark Selby und Ronnie O'Sullivan gewann schließlich Ronnie mit 10-8. Damit endete auch die gute Serie von Selby, der bislang beim Masters noch ungeschlagen war. Ronnie O'Sullivan überbot im Laufe des Turniers auch noch die ewige Bestmarke an beim Masters gespielten Centuries von Stephen Hendry. Im Finale hatte er, so ehrlich muss man sein, gerade in der ersten Session einige Male Dussel, oder Selby Pech, je nach Perspektive.

Ronnie und das neue Queue

Dabei war ursprünglich zu befürchten, dass schon der Einstieg in das Turnier bei Ronnie O'Sullivan zu einer mittleren Katastrophe geraten könnte. Ohnehin ist bei kaum einer anderen Sportgröße Genie und Wahnsinn so eng beisammen wie bei O'Sullivan, der öffentlich zu seinen Depressionen steht, und der schon mal zu ungewöhnlichen Aktionen neigt, wenn sein Spiel nicht so läuft wie er sich das vorstellt, egal was der Gegner macht.

War er doch diesmal mit einem neuen Queue angereist, nachdem er zuvor bei anderer Gelegenheit publikumswirksam sein altes außer Dienst gestellt hat, in dem er es lustvoll zerbrach. Und im Spitzensport haben die Athleten ganz besonders enge Bindung zu Spitzenmaterial, bei Snooker Spielern ist das Queue die direkte Penisverlängerung.

Das Vorbild Ronnie O'Sullivan

Der Charismatiker Ronnie O'Sullivan ist für viele Leute ein Vorbild. Gewiss, nicht wenige schaffen es, auch so psychisch labil und depressiv zu sein wie er. Und auch öffentliches Nasenboren oder Reden über den eigenen Penis, das bringen etliche zustande. Aber so Snooker zu spielen wie Ronnie an einem einigermaßen guten Tag, das bleibt nur wenigen Menschen auf diesem Planeten vorbehalten...

Weitere Artikel über große Persönlichkeiten im Sport :

( Bilder : skyanth)

16.01.2009

Daniela Jentsch und Anna Hartelt im Curling-Nackt-Kalender | Schneekehren Heute

curling Es gibt Sportarten, in denen Athleten in manchen Ländern trotz aller Spitzenleistungen nicht zu Sponsoren kommen. Moralisch verkommen wie unsere Gesellschaft nun mal ist, bleibt Athletinnen dann gar nichts anders mehr übrig, als sich auszuziehen...

Curling lässt sich nicht einfach wegwischen

Curling ist zum Beispiel so eine Sportart, die grundsätzlich ein wenig unter mangelnder Aufmerksamkeit und Sponsor-Gelder leidet, obwohl es olympisch ist. Vermutlich auch antiseptisch, ist der Curling Bewerb bei Olympia doch stets jene Angelegenheit, wo so richtig der Bär abgeht in den Zuschauer Rängen.

Experten glauben, dass rund 80.000 Ehen zwischen Steinmetzen und Putzfrauen jährlich beim Curling angebahnt werden.

Women of Curling 2009

Obwohl Sport-Förderung in Deutschland durchaus kein unterdimensioniertes Thema ist, verglichen zu manch anderen Nationen, kämpft auch der Deutsche Curling Verband um jeden Euro.

Anna Hartelt vom SC Riessersee und Daniela Jentsch vom CC Füssen, (beides Vereine, die ungefähr mit FC Bayern und Inter Mailand zu vergleichen wären, hätte Curling nur die Bedeutung die dem Sport angemessen ist), zeigten sich nun für den Women of Curling 2009 Akt Kalender ganz so, wie sie der Skip im Curling Himmel schuf.

Auch Deutscher Curling Verband braucht Geld

Wir wünschen den beiden jungen Athletinnen, dass sie damit nicht nur den Stein der Weisen finden, sondern ihn auch im Haus platzieren können. Möge eine Guard dafür sorgen, dass die mit dem Kalender verdienten Euros nicht in falsche Hände gelangen. Denn wer so mutig ist, sollte auch im Leben das Recht des letzten Steines haben...

Weitere Artikel über Sport, Kalender und nackte Tatsachen :

( Bilder : gesika22)

12.01.2009

Hakuho : ein besonders langweiliger Yokozuna? | Sumo 2009

hakuho Takanohana wurde unglaublich verehrt, zumindest solange, bis er nach seiner Karriere den Stall übernommen hatte. An Akebono hatte man sich in Respekt gewöhnt, Musashimaru wurde zu Ende sehr gemocht. Popstar Asashoryu wird geliebt und gehasst. Doch die aktuelle #1 im Sumo, Hakuho, interessiert die Medien nur aus Höflichkeit...

Asashoryu - verwöhnt Medien und Fans

Vermutlich war der Sumo Sport in den letzten Jahren auch ein wenig verwöhnt durch den Serien-Champion Yokozuna Asashoryu, der bis dato 22 Bashos gewinnen konnte. Asashoryu ließ in seinen besten Zeiten schon mal den Macho im dohyo heraus, und kümmerte sich nicht immer sonderlich um die besonders strenge Etikette im Sumo. Und war immer für einen Skandal oder einen Sager gut.

Hakuho, der Musterschüler

Yokozuna Hakuho, bürgerlich Mönchbatyn Dawaadschargal, auch Mongole aus dem unvergesslich malerischen Ulaanbaatar, aber jünger, größer, schwerer und fader als Asashoryu, ist der erfolgreichste Rikishi der letzten eineinhalb Jahre.

Aber wenn Hakuho eine Pressekonferenz hält, und gleichzeitig Asashoryu im Nebenzimmer Nase bohrt, konferiert Hakuho unter Ausschluss der Öffentlichkeit, nolens volens.

Die Presse und Asashoryu

Hakuho bringt regelmäßig gute Leistungen, achtet sehr auf die Etikette, seine Aussagen vor der Presse sind im Vergleich zu seinen Ringer-Kollegen meist von gnadenloser Humorlosigkeit (womit er auch niemanden verärgert), er nimmt so weit es geht alle sonstigen Verpflichtungen war. Ein 154 Kilo schwerer Muster-Schwiegersohn mit 1.92 Höhe wie er im Buche steht.

Der Familienvater Hakuho

Apropos Schwiegersohn : Hakuho ist auch Vater eines Kindes, allerdings noch nicht ganz ehelich (Hochzeiten von Sumotoris sind in Japan nebenbei für gewöhnlich eine sehr teure Angelegenheit). Auf die Frage, wann Hakuho denn gedenke, die eheliche Verbindung auch letztgültig amtlich zu machen, soll er geantwortet haben, er wolle zuerst die Anzahl seiner Turniersiege zweistellig gestalten.

Das war vermutlich das romantischste Liebesbekenntnis, das eine sorgende Mutter jemals von ihrem Gemahl in spe erhalten hatte...

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( Bilder : Wikipedia CC)

Asashoryu und der Ellbogen der Nation | Sumo 2009

Ellbogen Hakuho kann gewinnen so viel er will, die ganze japanische Öffentlichkeit interessiert sich vor allem für Asashoryu und seinen Ellbogen. Simuliert er, oder schmerzt er, tritt Asashoryu zurück, oder wird er zurück getreten? Über einen Champion im Kampf gegen den Karriere Knick...

Der Fall Asashoryu

Im Jahr 2007 begab es sich, dass der langjährige alleinige und dominierende Champion Yokozuna Asashoryu wegen einer Ellbogen Verletzung aussetzen musste. Dummer weise filmte man ihn während seines Krankenstands bei einem Fußball-Benefizspiel mit mongolischen Jugendlichen.

Darauf folgte ein handfester Skandal, gewaltige Wirbel in der japanischen Presse, eine Sperre, eine offizielle Entschuldigung, vor allem bei Leuten denen die Geschichte gar nichts anging, und seitdem eine eher schleppende Resozialisierung (siehe auch Der Fall Asashoryu).

Durchwachsene Leistungen von Asashoryu danach

Das Jahr 2008 war kein Gutes für Asashoryu. Er durfte zwar beim Elefanten-Turnen wieder mitmachen, zeigte aber entweder mäßige Leistungen, oder schied vorzeitig wieder verletzt aus dem Basho aus. So gewann er lediglich das zweite Turnier im Jahr, der andere Yokozuna Hakuho hingegen 4 Turniere. Für Asas Verhältnisse also schwach.

Rücktritt oder Comeback?

Nun ist es die Regel, dass ein Yokozuna seinen Rang nicht mehr verlieren kann, aber zurücktreten muss, wenn er seine Leistung nicht mehr erbringen kann. Bei Asashoryu speziell, gehasst unter Japans Traditionalisten, bedeutet Leistung, dass er im Turnier mindestens 22 von 15 Kämpfen gewinnen muss.

Ellbogen Genesung, Therapie, Vorbereitung

Über den Jahreswechsel verbrachte Asashoryu daher ein weiteres Mal die Tage in seiner Heimat Mongolei, um seinen Ellbogen in mysteriösen Schlammquellen zu baden, von denen er sich Heilung verspricht. Und war vor dem Hatsu Basho im Jänner eifrig beim Üben (de-geiko) mit den anderen Schwergewichten.

Bei den Vorbereitungen geschah es dann, dass er beim einen oder anderen Trainingstermin durchaus vernünftige Leistungen bot, allerdings schaffte Asashoryu es ausgerechnet beim Training vor dem Yokozuna Deliberation Council (eine Art oberster Wächterrat für das Sumo) einen grottenschlechten Tag zu erwischen.

Die Performance beim Hatsu Basho wird wichtig

Man wird den Eindruck nicht los, vor allem die hässlichen Vorfälle während seiner Sperre haben den Champion Asashoryu ernsthaft psychisch angeknackst, seitdem ist von der alten Souveränität keine Spur mehr. Obgleich Asa ein harter Knochen ist, wenn er beim Hastu Basho nicht gut abschneidet, dann werden die Debatten um seinen Rücktritt Japan die nächsten Monate beschäftigen...

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( Bilder : Looking Glass)

Yamamotoyama - schon 24, aber immer noch nur 248 Kilo | Sumo 2009

yamamotoyama Nicht nur beim Skifliegen gilt es als außergewöhnlich, wenn ein Athlet die 200er Marke erreicht. Auch beim Sumo bilden Rikishi, die über 200 Kilo schwer sind, eher die Ausnahme (die anderen sind nur gefühlt so gefüllt). Mit Yamamotoyama haben die Japaner endlich auch wieder so einen Ringer in der obersten Spielklasse...

Yamamotoyama - ein japanische Zukunftshoffnung im Sumo

Ruichi Yamamoto, oder Yamamotoyama wie er im Ring heißt, ist Baujahr 1985, und beim Hatsu Basho 2009 darf er erstmals als Maegashira W15 mitmachen, und das, obwohl er mit 248 kg Kampfgewicht nur wirklich die allernotwendigste Fülle mitbringt. Yamamotoyama hatte zuvor schon je einen Titel in der Makushita und Jonidan Division gewonnen. Seine bevorzugte Kampftechnik ist einfach nur kräftig auszuatmen.

Konishiki - der Große vom berühmten Foto

Der wohl erste international bekannte Super-Size Rikishi war der Hawaiianer Salevaa Atisanoe, besser bekannt unter dem Ringnamen Konishiki. Er wog in seiner besten Zeit 285 Kilo und schaffte es bis in den zweithöchsten Rang im Sumo, zum Ozeki. Nachdem er den Rang nicht mehr halten konnte, ließ er die Karriere langsam ausklingen und ist heute noch ein sehr populärer Mann in Japan.

Akebono - erster ausländischer Yokozuna

Zu großem Ruhm brachte es auch Chad Haaheo Rowan, ebenfalls aus Hawaii, der unter dem Namen Akebono der erste ausländische Yokozuna wurde. Er schaffte insgesamt 11 Turniersiege, und sah ein wenig aus wie ein Kugelfisch auf Flamingo-Beinen, schließlich türmten sich auf 2.04 Meter Höhe je nach Angaben zwischen 210-230 Kilo auf sehr starken Beinen.

Einmal gefragt nach seinem Erfolgsgeheimnis im Ring bzw. nach seiner bevorzugten Kampftechnik soll er geantwortet haben :

"Ich stehe auf, und gehe einfach solange vorwärts, bis der Gegner außerhalb des Ringes steht."

Musashimaru - Yokozuna aus Samoa

Letzter 200er im Klub war Fiamalu Penitani, besser bekannt als Musashimaru, der in seiner besten Zeit (ebenfalls Yokozuna mit ingesamt 12 Bashos) rund 235 Kilo auf die Waage brachte. Nachdem er einmal auf 220 Kilos abmagerte, wurde er von Reportern gefragt, ob er etwa krank wäre? Musashimaru soll geantwortet haben :

"Nein, ich habe bewusst etwas abgenommen. Ich fühlte mich beim Start einfach nicht mehr spritzig genug."

Nicht nur in der Formel 1 kommt es anscheinend auf jeden Millimeter an...

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( Bilder : David Z.)