22.10.2008

Nackt-Scanner : Ausweg aus Finanzkrise und Wirtschaftskrise?

nackt-scanner flughafen sicherheit Die Schweizer waren mit dem Nackt-Scanner am Flughafen Zürich wie immer Pioniere. Nun will die EU (natürlich nur der Sicherheit wegen) europaweit mit Nackt-Scannern nachziehen. In Wahrheit steckt dahinter ein gigantisches Wirtschafts- & Sozialprogramm...

Nackt-Scanner : Röntgen war gestern

Nackt-Scanner sind eine tolle Sache. Das Sicherheitspersonal an Kontrollposten kann dadurch noch genauer in Personen und deren Gepäck Einsicht nehmen. Insbesondere Personen lassen sich dabei so toll durchleuchten, dass Röntgen-Mediziner und Ultraschall-Diagnostiker dabei feuchte Augen kriegen : im Krankenhaus müssen sie leider noch auf schlechteres Gerät zurückgreifen. Aber Hand auf das durchleuchtete Herz : Sicherheit ist nun mal wichtiger als Gesundheit.

Mit dem Nackt-Scanner gegen rechtsextreme Bedrohung

Sicherheit ist heute mehr denn je gefragt, gibt es doch dramatische Bedrohungspotentiale. Natürlich der Rechtsextremismus, dann der Rechtspopulismus, der internationale rechtsextreme Terrorismus, und rechtsextremistische Islamfeinde. Am gefährlichsten jedoch rechtsextreme Manager und Banker, die ihre Bezüge in rechtsextreme Steuerparadise ausschaffen wollen. Dank der Nackt-Scanner kann man nun jedem Reichen, der sich weigert seiner sozialen Verantwortung nachzukommen, bis in jede Körperöffnung blicken.

Der Nackt-Scanner als Beschäftigungsprogramm

Für die soziale Wirtschafts- & Finanzpolitik kann es nur gut sein, wenn ganz Europa flächendeckend (nicht nur an Flughäfen, sondern praktisch überall) mit Nackt-Scanner überzogen wird. Natürlich sind derartige staatliche Infrastruktur-Programme alleine schon geeignet, die Wirtschaft wie immer mächtig anzukurbeln. Vielmehr sind flächendeckende Nackt-Scanner jedoch auch ein gewaltiges Beschäftigungsprogramm - schließlich lassen sich für die Arbeit hinter dem Nackt-Scanner auch die erwerbsscheuesten Menschen gewinnen, die bislang gar keine Lust hatten, einer geregelten Arbeit nachzugehen, und lieber die soziale Hängematte bevorzugten.

Soziale Gerechtigkeit durch Nackt-Scanner

Man sollte wirklich aus der Geschichte lernen, z.B. aus jener der DDR. Jenes sozial gerechte Land, in dem die eine Hälfte der Bevölkerung quasi die Sicherheit der anderen überwachte, und nach der Übernahme der bankrotten BRD gewissermaßen einen Rückschlag erlitt, der in letzten Jahren mühsam wieder aufgearbeitet werden musste. Nackt-Scanner sind hier genau die technologische Hilfe für die Zukunft : eine gerechte Gesellschaft, in der die eine Hälfte der Bevölkerung hinter Nackt-Scannern darauf achtet, dass die andere Hälfte kein Geld außer Landes schafft...

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( Bilder : ILoveMyPiccolo)

4 Lesermeinungen:

dan hat gesagt…

Man könnte ja gleich künftige arbeitslose Mediziner anheuern um gleich auch noch eine medizinische Diagnose zu stellen.
Das hätte u.a. auch den Vorteil der Kontrolle der Kostenexplosion. Potentielle Vogelgrippenträger, Zockerjunkies und Virusterroristen dürften dann gar nicht erst einreisen. Man könnte sie auf die offhore Fluchtinseln für TrashSwaps (Cayman Island etc.) auslagern...

Erdge Schoss hat gesagt…

Damals, werter herr Rick, als zweifelhafte Unternehmen noch briefmarkengroße Anzeigenplätze in Programmzeitschriften buchten, bekam man den Scheißdreck bei albanischen Trockenschaumhändlern als Röntgenbrille für 19 D-Mark und 90 Pfennig, umgerechnet 139 Schilling 90.

Herzlich
Ihr Erdge Schoss

Rick hat gesagt…

Security & Health im Kombipack, werter Dan, wäre natürlich die Lösung der Vernunft. Aber da sind die Gewerkschaften sicher vor, weil das gefährdete Arbeitsplätze und bedeutet Mehrarbeit und überhaupt...
(in Österreich würde es zudem rund 150 Jahre brauchen, bis die Wirtschaftskammer den Lehrberuf Medizinischer Sicherheitstechniker erlauben würde...)

Ganz zu schweigen, werter Herr Schoss, von dem geilen Zeuchs dass es damals in den Bundesländern gab bevor diese noch die neuen Bundesländer waren. Schon für ein paar Aluchips hätte man Gerät bekommen, das sogar durch Trabis durchblickt. Der gemeine Bürger musste dafür aber am Schwarzmarkt entweder 50 rechte Schuhe oder eine verweste ungarische Salami eintauschen. Wer nebenbei auch für die staatliche Sicherheit arbeitete, bekam es aber als Dienstausrüstung kostenfrei...

Erdge Schoss hat gesagt…

Jetzt ein paar Güterwagons mit dem alten Stasischrott, werter Herr Rick, und moderne Chassis um den Scheißdreck drum herum geschraubt - und Sie würden Milliarden damit machen! Ach was: Millionen!

Herzlich
Ihr Erdge Schoss