17.06.2008

Rente mit 20 - wer bietet im Wahlkampf mehr?

Rentner in Rente Dauerbrenner im Wahlkampf sind Rentner, Renten, Renteneintrittsalter oder Pensionsreformen. Aktuell fordert z.B. in Deutschland die SPD Rente mit 60. Die LINKE wird vermutlich bald die Rente mit 40 fordern. Gewiss jedoch ist, dass die Rente für Politiker sicher ist und bleibt...

Kampf um die Rentner

Wenn Politiker gewählt werden wollen, dann denken sie dabei natürlich weniger an Maßnahmen die für eine Volkswirtschaft sinnvoll wären, sondern nona an Stimmenmaximierung. Da immer mehr Menschen im Rentenalter sind oder sein werden, in so sozialen Marktwirtschaften wo nach Alter und nicht nach Leistung bezahlt wird keiner Beinahe-Rentner (also Leute ab 40) einstellen will, und sowieso jeder am liebsten früher in Rente ginge, bietet sich für eifrige Politiker natürlich an, den Senioren das Blaue vom Himmel zu versprechen.

Renten - staatliches Pyramidenspiel

Besonders in Deutschland und Österreich sind die Renten ein Pyramidensystem - die staatliche Rente funktioniert nur noch solange ausreichend aktive Erwerbstätige immer höhere Beiträge einzahlen, um die Rente für nicht mehr Erwerbstätige zu bezahlen. In rund 70 Jahren wird vermutlich der letzte verbliebene Erwerbstätige monatlich einen rund 5 Billionen Euro Beitrag zu Rentenversicherung pro Monat zahlen, um die staatliche Rente für die anderen zu bezahlen. Dieser Dummkopf wird vermutlich auswandern, das kann sich einer allein so schnell nicht leisten.

Rente mit 90 - Problemverschiebung von Politiker Generation zu Generation

Natürlich haben Politiker entweder nicht den Mut die Wahrheit zur staatlichen Rente Muster Bismarck zu sagen, oder sie sind, was noch schlimmer ist, ideologisch zu verblendet um die Entwicklung zu erkennen. Da es noch ein paar Generationen braucht bis das Rentensystem wirklich kracht, verschiebt jede Generation von Politikern notwendige tiefe Einschnitte an die Nächste. Und bis dahin werden noch eifrig Stimmen eingesammelt, mit Geschenken an immer mehr Rentner, bezahlt natürlich mit Schecks die deren Urururenkel 100fach verzinst zurückzahlen müssen.

Rentner werden immer jünger

SUMPF (Studentische Unterstützungsbrigade der Marxistischen Pensionisten Front) fordert Rente ab 6. Es könne nicht sozial gerecht sein, sein Leben der Profitgier des Kapitals zu opfern.

Hochlizitieren der Rente

Die nächsten Wahlen kommen bestimmt, und es ist natürlich damit zu rechnen, dass einander die Populisten mit Versprechungen überbieten werden. So ähnlich wie beim Mindestlohn - wer den höchsten fordert würde die meisten Stimmen bekommen. Und besinnungsloses Grundeinkommen dazu sowieso. Partei sei Dank sind wenigstens der Renten der Mandatare sicher, sie werden sicherlich weiterhin so hoch bleiben, dass ein Mindestrentner hätte dafür rund 400 Jahre arbeiten müssen um Rentenansprüche in selber Höhe zu erwerben...

Weitere Artikel rund um Senioren, Politik und so weiter

(Bilder: Ernst Moeksis, Leonid Mamchenkow)

12 Lesermeinungen:

dan hat gesagt…

Jeder der sich in die geistige Rente verabschiedet, sollte dafür von der globalen Marktwirtschaft belohnt werden.
Egal in welchem Alter.
Das würde die Oekonomie, den Klimawandel und den Politischen Schwachsinn ungemein fördern.

Liv hat gesagt…

Was ich nicht verstehe, ist warum sich die Leute so gegen Rente im HÖHEREN Alter sträuben. Als man die Rente mit 65 eingeführt hatte, war man mit 70 normalerweise tot. Man arbeitete bis kurz davor, dann lebte man noch ein paar Jährchen, dann ging man. Nun hört man auf zu arbeiten und vegetiert für annährend 40 Jahre dahin und hat nichts mehr zu tun.
Früher, Lebenserwartung gleich kleiner und Rente gleich mit 65.
Heute Lebenserwartung gleich fast 15 Jahre mehr. Schlussfolgerung??

Erdge Schoss hat gesagt…

In Teutonia, werter Herr Rick, gab es mal eine Art Spaßminister. Der sagte: Die Rände sinn sischä. Gregory Beck war es übrigens nicht.

Herzlich
Ihr Erdge Schoss

Rick hat gesagt…

No bin ich ganz unverblümt und frage, werter Herr Schoss, wer dann: etwa Errol Fischer, oder Clint Ypsilanti, oder gar Nat King Kohl?

Rick hat gesagt…

Vielleicht sollte man sich etwas von den Samen, Dan, abgucken. Und den Menschen keine Rente geben, sondern ein Rentier. Und viel frische Luft, resche Sommer, und knackige Winter. Und viel Natur. Geld darf nicht alles sein.

Rick hat gesagt…

Du hast natürlich recht, liebe Liv, irgendwie müsste man einen bestimmten Menschenschlag vor Alterslangweile schützen, Stichwort Pensionsschock. Oder ein Mortabilitätsprogramm entwerfen, damit nicht mehr soviele Leute alt werden. Das muss natürlich zuerst die Reichen treffen, schließlich waren die ein Leben lang privilegiert.

Erdge Schoss hat gesagt…

Es war, werter Herr Rick, halten Sie sich fest: Orlando Blüm.

Herzlich
Ihr Erdge Schoss

Goggi hat gesagt…

Dabei wäre es viel einfacher statt der Rentengrenze nach Oben, die Sterbegrenze nach UNTEN zu korrigieren. Die Vorteile wären eklatant, wenn man mit 55 stirbt und erst 15 Jahre säter Rente kriegt!

Rick hat gesagt…

Das konnte Orlando, werter Herr Schoss, nur so frei sagen weil er dabei Unterstützung hatte. Von Terry Weigel glaub ich.

Ein spannender Gedanke, Goggi. Man legt also die Ruhenbestimmungen für Pensionsten nur falsch aus. Erst wenn Rentner absolute Ruhe geben sollten sie Anspruch haben. Das würde auch das Überbevölkerungsproblem lösen. Und die langen Schlangen vor den Kassen im Supermarkt, 5 Minuten vor Ladenschluss.

antoine hat gesagt…

Es ist an der Zeit, den falschen Humanismus abzulegen und die Sklaverei wieder offiziell (inoffiziell blüht sie ja) einzuführen.
Dann müsste man gar nichts mehr Arbeiten und die armen schwarzen Mitmenschen, hätten jeden Tag wieder eine Handvoll Hirse.
Irgendwer bezahlt für unseren Luxus, nur sind wir zu feige hinzusehen.
Man merke: Sklaverei nützt allen, die Weissen Herrenmensch bekommen eine Lebenslange Rente und die Schwarzen einen vollen Bauch. (wo finde ich das Ironiezeichen auf meiner Tastatur?)

Rick hat gesagt…

So wird aus Dir, guter Antoine, niemals ein richtiger Politiker. Statt über Sklaverei zu lamentieren solltest Du eher einen vom Staat bereit gestellten Sklaven für jedermann - gratis! fordern. Zusätzlich zur Stütze vom Staat. Ich denke ein Populist der jedem sein kostenloses Hausmädchen / seinen Butler verspricht kommt sicherlich auf 30% plus...

Rick hat gesagt…

So wird aus Dir, guter Antoine, niemals ein richtiger Politiker. Statt über Sklaverei zu lamentieren solltest Du eher einen vom Staat bereit gestellten Sklaven für jedermann - gratis! fordern. Zusätzlich zur Stütze vom Staat. Ich denke ein Populist der jedem sein kostenloses Hausmädchen / seinen Butler verspricht kommt sicherlich auf 30% plus...