06.05.2008

Dank Google BodyShow bald ein Blick unter die Bluse?

Google Body ScanDer Suchmaschinengigant Google hat die Welt mit so beliebten Diensten wie Google Maps, Google Earth oder Google StreetView beschenkt. Aber immer nur Gegend abzusuchen ist auf die Dauer auch öde. Neuesten Gerüchten zu Folge konzentriert sich der nächste Knaller der großen Suchmaschine endlich auf die Weiten des menschlichen Körpers...

Aufgekauft
Wie gut unterbelichtete Finanzkreise erfahren haben wollen, soll Google zuletzt wieder auf Einkaufstour gewesen sein. Und dabei die amerikanische Firma BodySonarLabs übernommen haben, ein Unternehmen das sich auf die piktografische Rekonstruktion von menschlichen Körpern spezialisiert hatte. Man sagt es gäbe bereits sehr weit gediegene Software-Prototypen, die aus einem beliebigen Foto oder Video, egal ob bekleidet oder unbekleidet, ein komplettes realistisches organisches Abbild eines Menschen erstellen können, samt Sommersprossen und Leberwerte. Ursprünglich für den medizinischen Bereich gedacht soll Google der Anwendung jetzt zusätzlichen und vor allem finanziellen Sinn einhauchen.

Abgescannt
Unter Insidern ist es seit längerem bekannt, dass der Google Bot schon seit Jahren nicht nur Webseiten oder Bilder scant, sondern der Bot hat sich längst in jeden Live Chat, in jede Webcam Übertragung und wie man munkelt auch in so manche Teledildoniksitzung reingehängt und Trilliarden an grafischen Daten gesammelt. Zusammen mit den Prototypen der Firma BodySonarLabs soll daraus eine einzigartige Körpersuchmaschine entstehen, und wie bei der herkömmlichen Google Suche nach Fotos und Videos natürlich verständlicherweise mit einer Filterung von Erwachseneninhalten, weil Google BodyShow zeigt angeblich auch wirklich jede Papille oder Chlamydie.

Beworben
Natürlich liegt der Reiz bei Google BodyShow für den Suchmaschinengiganten bei den Werbemöglichkeiten. AdSense entdeckt jede Fettschwarte und blendet dazu Schlankheitspillenanzeigen ein, ob bei kleinen Brüsten oder mickrigen männlichen Geschlechtsteilen, es könnte ein Paradies für kontextsensitive Werbung werden. Schönheitschirurge$n wiederum können gezielt ihre Anzeigen platzieren, je schiefer die Nase, je größer die Reiterhosen, desto attraktiver für die Werbewirtschaft.

Gesucht
Die Nutzer werden vermutlich Google BodyShow genauso begeistert aufnehmen, wie die bereits bekannten Dienste. Urlauber entlarven die fantasievollen Reiseprospektbeschreibungen über Google Earth, entdecken auch die schäbigsten Ecke in der Großstadt über Google Maps oder befriedigen ihren Voyeurismus über Google StreetView. Mittels Google BodyShow werden geknechtete Mitarbeiter endlich feststellen können wie klein ihr Chef wirklich gebaut ist, oder andere Leute ob Susis Vorbau echt oder aus Silikon ist (und dank Signatur im zweiteren Fall wo sie es hat machen lassen, plus Hyperlink ebendorthin). Politiker werden sich aus verständlichen Gründen fortan weigern sich ablichten oder filmen zu lassen, alleine deshalb kann, wenn die Gerüchte um Googles neues Projekt stimmen, dieser Dienst das tägliche Leben schon entscheidend verbessern.
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Weitere Artikel rund um Web 2.0, Google und das Internet:
Googlenoia
Empörungswelle über das Trafficbeschaffungsamt
lafontaine@deutschland.google.microsoft.yahoo.gov.cn

(Bild: stock.xchng / ezoeta / royalty free)

13 Lesermeinungen:

bee hat gesagt…

Lieber Rick, da ist Google leider nicht allein. Wer in die USA einreist, wird dort schon einer Ganzkörper Untersuchung unterzogen. Google macht nur nach, was die 'Heimatschutzbehörde' vormacht.

bee hat gesagt…

achja, hier der Link:
heise online
bee

Rick hat gesagt…

Die stecken doch sowieso alle unter einer Theke, lieber Bee, keine Frage. Und egal welche grausigen Verwerfungen in über 200 Ländern der nächste AI-Bericht enthalten wird, heise/telepolis werden sich trotzdem weiter eher auf den imperialistischen Klassenfeind konzentrieren...

dan hat gesagt…

Nächstens wird dann eine religiöse Big Brother Bewegung (BBB) etabliert, die für's Ganzkörperscanning durch die Kontinente rennt und als lebende AdNonSense Werbung für das Seelenheil der ungescannten globalen Gemeinde betet!
Olympia und Burma ginge in einem aufwisch, oder so

Rick hat gesagt…

Darin liegt wohl die ganze Tragik unserer verkommenen Welt, guter Dan. Würden die geschundenen Tibeter statt Fahnen zu tragen ihre Körper als Werbeflächen vermieten gäbe es bald mehr Tibeter als Chinesen...

antoine hat gesagt…

Schlechte Neuigkeit für die Automobileindustrie. Dank der fortschrittlichen Software von BodySonarLabs, kann die absolute Potenz in einem Scan bestimmt werden.
Nicht vorhandene Potenz kann nicht mehr mit PS starken Automobilen, emuliert werden.

Robert Curth hat gesagt…

Ich sehe eine neue Berufsgruppe aus dem Boden schießen, werte Unterneuntupfinger: Social Body Optimizer. Mir fällt jetzt zwar nicht genau ein, wie dass konkret aussehen wird - aber auf jeden Fall wird es ein Milliardenmarkt.

Rick hat gesagt…

Brilliant erkannt, lieber Robert, und wahrscheinlich samt den dazugehörenden SBO Wars. Und es wird vermutlich auch den Morphprogrammen einen zweiten Frühling bringen. Und alleine in Deutschland werden rund 10 Mio zumindest anhand der Fotos wie Heidi Klum aussehen...

Rick hat gesagt…

Interessanter Querverweis, Antoine. Wird sich vermutlich auch die Spammerei verändern? Statt Viagra, Cialis und Co werden dann möglicherweise koreanische Kleinwagen aggressiv per Mail beworben?

Herschel hat gesagt…

sehr gut, wenn neben mickrigen peniden seriöse links zu penis enlargement pills-anbietern stehen, ist man endlich nicht mehr auf diesen unsäglichen spam angewiesen. es geht also bergauf :-)

Rick hat gesagt…

Es wird auch, guter Herschel, die Partnersuche für Singles bereichern. Wenn zB ein Mann Frauen bevorzugt die nicht wesentlich mehr Busen haben als er, so braucht er fortan nur mehr den Silikon Ads folgen. Und eingreifen bevor Schlimmeres geschieht...

Christian hat gesagt…

Salve

Was Google jetzt macht kann die Schweizer Armee schon lange. Ich erinnere mich an die guten, alten Zeiten. Damals waren wir mit Wärmebildgeräten unterwegs. Im Hochsommer, und der Sommer verdiente seinen Namen noch... Kurzum, die Damen waren mit leichten Stoffen bekleidet und unser Wunderapparat konnte doch tatsächlich den Stoff durchschauen ;) Jaja... Soldat sein hat manchmal auch seine Vorteile ;)

Christian

Rick hat gesagt…

Womit, lieber Christian, vermutlich endgültig mit dem Mythos aufgeräumt ist dass die Eidgenossen deshalb so treu und loyal in der Armee dienten weil sie so gute Patrioten seien... ;)